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Kanada Roadtrip: Quer über Vancouver Island nach Campbell River und ein streikendes Knie

Die Reise führte mich weg vom tosenden Pazifik der Westküste und quer über Vancouver Island auf die Ostseite nach Campbell River, der unangefochtenen „Lachs-Hauptstadt der Welt“. Für den nächsten Tag war hier bereits das nächste grosse Abenteuer geplant: eine Whale-Watching-Tour.

Die Fahrt über den Highway 4 und anschliessend den Inland Island Highway (Highway 19) war zwar streckenweise wieder recht verregnet, aber landschaftlich wunderschön. Die dichten Wälder, die sich links und rechts der Strasse erstrecken, wirken im wolkenverhangenen Licht fast schon verwunschen. Nach der Ankunft in Campbell River bezog ich erst einmal meinen Campground und machte mich bereit für die Erkundung der Umgebung.

Wasserfälle und dichter Nebel im Hinterland

Mein erstes Ziel war eine Wanderung zu den berühmten Elk Falls. Die Hängebrücke dort bietet einen spektakulären Blick auf die Wassermassen, die sich donnernd in den Canyon stürzen – eingerahmt von gigantischen Douglasien.

Eigentlich wollte ich danach noch weiter in die höher gelegenen Regionen fahren, doch die Natur machte mir einen Strich durch die Rechnung: Es wurde schlagartig extrem nebelig. Da die Sicht gegen Null sank und die Landschaft komplett im Grau verschwand, brach ich den Ausflug ab und fuhr zurück ins Tal.

Sonnenminuten am Fluss

Wieder unten am Campbell River angekommen, wurde ich belohnt: Für einen kurzen Moment vertrieb die Sonne die Wolken und tauchte das Flussufer in ein wunderschönes, warmes Licht. Ich nutzte die Gelegenheit für eine kleine, entspannte Wanderung am Flusslauf und beobachtete eine Weile die Fliegenfischer, die hier geduldig im hüfttiefen Wasser standen, um einen der berühmten Lachse an Land zu ziehen.

Bei diesem Spaziergang bemerkte ich jedoch, dass mir mein Knie zunehmend Schmerzen bereitete. Das ständige Wechseln zwischen Gas und Bremse auf den extrem kurvigen Passstrassen der letzten Tage hatte Spuren hinterlassen. Die Pedale im 30-Fuss-Wohnmobil sind recht hoch und steil angeordnet, was auf Dauer eine ungewohnte Belastung für das Gelenk ist. Die Vernunft siegte, und ich beschloss, für den Rest des Tages einen Gang herunterzuschalten.

Burger-Trost und Lagerfeuer

Auf dem Rückweg zum Campingplatz legte ich noch einen kurzen Stopp bei Wendy’s ein, um mir zur Feier des Tages einen Burger zu gönnen – die perfekte Nervennahrung nach einem langen Fahrtag und Knieschmerzen.

Den Abend verbrachte ich ganz entspannt am Camper. Das Knie wurde geschont, das Lagerfeuer brannte perfekt, und ich genoss die gemütliche, chillige Atmosphäre auf dem Platz. Die Ruhe tat gut, schliesslich wollte ich am nächsten Morgen fit sein, wenn es hinaus auf das Wasser zu den Orcas und Buckelwalen geht!

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