Amerika

USA Nordwesten: Übernahme des Campers

Heute wird es ernst: Der eigentliche Grund unserer Reise steht an! Nach den ersten Stunden auf amerikanischem Boden dürfen wir endlich unser schwimmendes Hotel auf Rädern abholen. Als absolute Wohnmobil-Neulinge ist die Aufregung natürlich gross. Bevor wir aber das erste Mal den Zündschlüssel umdrehen, starten wir stilecht amerikanisch in den Tag und merken schnell, dass Flexibilität beim Roadtrip alles ist.

Jetlag-Vorteile und das perfekte Frühstück

Wie erwartet war die Nacht recht früh zu Ende – bereits um 5 Uhr war ich hellwach. Diese Form des Jetlags ist eigentlich genial, da man einfach viel mehr vom Tag hat. Die frühe Zeit wurde direkt genutzt, um uns optimal auf die Übernahme des Wohnmobils vorzubereiten: Wir schauten uns das 30-minütige Erklärvideo von CruiseAmerica noch einmal ganz genau an. Da es alle wichtigen Infos rund um die Handhabung und Nutzung enthält, war das für uns als Wohnmobil-Neulinge natürlich extrem wertvoll und spannend. 🙂

Danach zog es uns zu einem ausgiebigen Frühstück zu IHOP. Seit dem ersten USA-Aufenthalt ist diese Kette ein absoluter Favorit – für mich verkörpert sie das typisch amerikanische Frühstücksgefühl und es schmeckt einfach immer.

Dieses Mal gab es ein „Southwest Scramble“ (Rührei mit einem leckeren Salsa-Avocado-Topping, rotem Paprika, Zwiebeln und Hashbrowns – das ist eine Art amerikanische Rösti, nur eben auf US-Art) und dazu einen „Breakfast Sampler“, um von allem etwas zu probieren. Wie gewohnt wurden wir nicht enttäuscht.

Zeitüberbrückung und die Tücken der Anmeldung

Nachdem das Airbnb-Apartment geräumt war, steuerten wir die Seattle Premium Outlet Mall an, da wir noch etwas Zeit überbrücken mussten. Unser Wohnmobil sollte frühestens um 13:30 Uhr bereitstehen. Da die Vermietstation in den Tagen zuvor telefonisch schwer erreichbar war, fuhren wir einfach auf gut Glück hin.

Als wir kurz vor 13 Uhr anramen, erfuhren wir, dass es wegen des hohen Andrangs und der vollen Buchungsbücher noch bis 14:30 Uhr dauern würde. Die Mitarbeiter vor Ort waren sichtlich im Dauerstress, blieben aber bemüht. Für uns war das kein Problem – wir nutzten die Wartezeit einfach für den ersten grossen Logistik-Check.

Es ging also direkt zum nächsten Walmart, um die wichtigsten Erstanschaffungen zu erledigen. Von Reinigungsutensilien bis zu den ersten Lebensmitteln kam alles in den Einkaufswagen. Für rund $150 waren wir startklar.

Das erste Mal hinterm Steuer

Die eigentliche Übergabe war schliesslich sehr unkompliziert, nahm aber dennoch eine gute Stunde für die Einweisung und das Einladen der Ausstattung in Anspruch. Das Beste: Wir bekamen ein fast nagelneues Fahrzeug! Unser Camper war ein 2019er-Modell mit gerade einmal 17.000 Meilen auf dem Tacho. Entsprechend sauber und modern war alles – ein absoluter Glücksgriff!

Der erste Weg führte uns direkt an die Zapfsäule, da der Tank des RV (Recreational Vehicle) nahezu leer war. Satte 38,724 Gallonen (rund 146 Liter) flossen für $120 in den Tank. Ich war gespannt, wie weit uns diese erste Ladung bringen würde.

Einzug im neuen Zuhause auf Zeit

Nach einem kurzen Zwischenstopp bei T-Mobile, um die noch fehlende SIM-Karte für meine Reisebegleitung abzuholen, machten wir uns mit dem Wohnmobil und dem Mietwagen auf den Weg zum Campground. Diesen hatte ich schon vorab aus der Heimat reserviert. Bei der Planung im Juli hatte sich nämlich gezeigt, dass Stellplätze in der Nähe von Seattle im Spätsommer absolute Mangelware sind – am Ende hatten wir damals genau noch eine einzige Option zur Auswahl.

Gegen 16:30 Uhr erreichten wir unseren Stellplatz. Bevor alles eingeräumt wurde, entschieden wir uns spontan, das Wohnmobil noch einmal komplett von oben bis unten durchzuputzen. Sicher ist sicher, und im eigenen sauberen Reich reist es sich einfach schöner. Das Ganze brauchte natürlich seine Zeit, sodass erst gegen 18:00 Uhr alles perfekt verstaut war.

Zum wohlverdienten Abendessen gab es schliesslich Pizza von Pizza Hut. Weil unsere mitgebrachte Smartphone-Halterung im grossen Camper nicht optimal funktionierte, stand danach tatsächlich noch der dritte Walmart-Besuch des Tages an, um passenden Ersatz zu besorgen. 🙂 Als wir den Laden verliessen, setzten die ersten Regentropfen ein. Der Regen sollte uns die ganze Nacht begleiten und untermalte gemütlich den Start in unser neues Camper-Leben.

Entfernung: Everett – Seattle (47km – 75mi)

Übernachtung – Campground:

Trailer Inns of Bellevue

Kosten: $46,36 (41,23 €)

Dieser Campground in der Nähe von Seattle ist nicht besonders. Er war ehrlich gesagt der einzige Campground, der zu diesem Zeitpunkt für uns vorausbuchbar war. Wir wollten die erste Nacht in der Nähe der Vermietungsstation und in Richtung unserer Weiterreise verbringen. Als wir ankamen wurden wir freundlich begrüsst. Wir hatten einen Platz mit „Full Hookup“, dass heisst wir konnten Strom, Wasser und Abwasser am Platz beziehen. Dies ist wichtig, damit man allen Komfort des Wohnmobiles uneingeschränkt nutzen kann. 

Empfehlung: ★★★☆☆

hier kann man gut Übernachten 🙂

USA Nordwesten: Ankunft in Seattle
USA Nordwesten: Von Seattle nach Missoula

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