Amerika,  National Park

USA Nordwesten: Vom Grand Teton NP nach Twin Falls

Abschied von den Bergen und hinein in den „Spud State“: Bevor ich der gewaltigen Bergkulisse der Tetons endgültig den Rücken kehre, nutze ich die frühen Morgenstunden für ein paar letzte, geschichtsträchtige Fotostopps im echten Wild-West-Ambiente. Danach schlage ich ein neues Kapitel meines Roadtrips auf: Mein treuer Camper bringt mich über einsame Passstrassen und endlose Highways tief hinein nach Idaho – das Land der unendlichen Weiten und der berühmten Kartoffeläcker.

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Morgensonne, Wolkenspiele und Lodge-Frühstück

In den frühen Morgenstunden brach ich auf, um dem Grand Teton ein letztes Mal einen Besuch abzustatten. Nachdem ich gestern bereits die eine Hälfte der grossen Parkrundstrasse vollständig abgefahren war, wollte ich heute noch das verbleibende Teilstück des Loops erkunden. Gleichzeitig stand die Entscheidung für den restlichen Tag fest: Um im Zeitplan zu bleiben, sollte die Reise direkt im Anschluss weiter nach Twin Falls im Bundesstaat Idaho gehen.

Der Abschied vom Park wurde mir mit einer wunderschönen Kulisse versüsst: Der Grand Teton präsentierte sich halb in mystische Wolken gehüllt, während die andere Hälfte bereits von der goldenen Morgensonne angestrahlt wurde. In der vertrauten Signal Mountain Lodge gönnte ich mir erst einmal ein hervorragendes Frühstück, um gut gestärkt das nächste Abenteuer anzugehen.

Auf den Spuren der Pioniere

Frisch gestärkt lenkte ich das Wohnmobil den Highway 191/26 entlang und hielt an den verschiedenen, spektakulären Aussichtspunkten. Eines meiner persönlichen Highlights war die historische Cunningham Homestead. Dieses Stück Land gehörte in den 1880er Jahren J. Pierce Cunningham, der später zu einer der treibenden Kräfte hinter der Gründung dieses Nationalparks werden sollte. Wenn man zwischen den alten Blockhütten steht und den Blick über das Tal schweifen lässt, atmet man hier förmlich das raue, echte Gefühl des Wilden Westens ein.

Ein kleines Stück weiter stand der berühmte Mormon Row Historic District auf meinem Plan. Die dortigen, alten Farmgebäude aus der Pionierzeit – allen voran die ikonische Holzscheune – geben mit der mächtigen Kulisse des Grand Teton im Hintergrund ein absolut grandioses Fotomotiv ab. Wildlife suchte ich an diesem Morgen allerdings vergeblich; die Tiere waren wohl alle schon in andere Ecken des Tals weitergezogen. 

Über die Pässe ins endlose Idaho

Kurz hinter dem Parkausgang passierte ich die Stadt Jackson – ein unheimlich nettes, lebendiges Westernstädtchen, in dem Touristen sich mit allem eindecken können, was das Outdoor-Herz begehrt.

Danach begann die eigentliche Fahrtstrecke in Richtung Twin Falls. Die Route war ein echtes Roadtrip-Spektakel und führte mich über mehrere kurvige Passstrassen, einsame Highways und schliesslich auf die Interstate. Kaum hatte ich die Berge hinter mir gelassen, veränderte sich die Landschaft radikal: Soweit das Auge reichte, zogen endlose Kornfelder und die für Idaho so typischen, gigantischen Kartoffeläcker an meinem Cockpitfenster vorbei. Monotonie pur, aber auf eine ganz eigene Art unglaublich faszinierend.

Entfernung: Grand Teton – Twin Falls (491 km – 305 mi)

Übernachtung – Campground:

Twin Falls 93 RV Park

$45 (41 €)

Diesen Platz habe ich spontan über den Tag reserviert. Der Platz ist neu und gut gelegen. Es gibt hier viele Langzeitmieter, die aber alle mit neueren Mobilen da sind. Die Wifi-Verbindung ist super und kann gegen Aufpreis ($4 pro Tag) auch zum streamen genutzt werden. 

Empfehlung: ★★★☆☆

Für eine Übernachtung auf der Durchreise ist dieser Platz super und ich würde wieder dort übernachten.

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