
Westküsten-Abenteuer und der magische Sonnenuntergang am Cabo de São Vicente
Von Surfspots, Klippen-Panoramen und einem Klippen-Rätsel: Der erste Morgen an der Algarve hält exakt das bereit, was der Wetterbericht versprochen hat: Strahlenden Sonnenschein, ein tiefblaues Himmelszelt und sommerliche Wärme. Die perfekte Kulisse, um den grossen Camper auf dem Platz stehenzulassen und stattdessen mit dem wendigen Leihwagen die raue, ungezähmte Westküste der Region zu erkunden. Ein Roadtrip, der von kulinarischen Volltreffern in Lagos über spektakuläre Aussichtspunkte oberhalb der Atlantikwellen bis hin zum südwestlichsten Punkt des europäischen Festlands führt.
Frühstücks-Burritos in Lagos und ein Jacken-Rätsel in Aljezur
Der Tag startete tiefenentspannt mit den ersten, herrlich warmen Sonnenstrahlen direkt vor Hugos Aufbautür. Für das Frühstück ging es im Anschluss mit dem Leihwagen ins nahegelegene Lagos. Unser Ziel war das angesagte Café „Black & White Coffee“. Da das kleine, stylische Lokal bereits bestens besucht war, dauerte es einen kurzen Moment, bis ein Tisch frei wurde. Das Warten lohnte sich jedoch zweifellos: Die servierten Frühstücks-Burritos waren absolut phänomenal und bildeten zusammen mit erstklassigem Kaffee und ein paar süssen Pancakes den perfekten Start in den Tag.



Frisch gestärkt führte die Fahrt weiter nordwärts nach Aljezur. Das weisse Örtchen selbst ist abseits einer markanten Burgruine recht beschaulich, dient aber als perfektes Tor zur spektakulären Westküste. Am Fuss des Festungsberges fand sich ein Parkplatz, und es ging zu Fuss durch die schmalen, steilen Gassen hinauf zur Ruine. Von den alten Mauern aus bot sich ein grandioser Weitblick über das grüne Umland.
Wieder unten am Auto angekommen, standen wir jedoch plötzlich vor einem verblüffenden Rätsel: Eine Jacke aus unserer Runde war spurlos verschwunden. Sie wurde unterwegs für einen kurzen Moment auf den mitgeführten Kinderwagen gelegt – und war weg. Selbst beim sofortigen Absuchen der kompletten Strecke blieb das Kleidungsstück unauffindbar. Ein mysteriöses Klippen-Rätsel, das wohl nie mehr aufgeklärt wird.





Wellenreiter im Visier: Monte Clérigo und Arrifana
Ich liess mich davon nicht beirren und steuerte den Leihwagen als Nächstes in die Nähe von Monte Clérigo. Von einem höher gelegenen Klippen-Parkplatz bot sich ein absolut atemberaubendes Panorama über die wilde Küstenlinie: Tief unter mir lag der weite, helle Sandstrand, der harmonisch von den dunklen, schroffen Felsen eingerahmt wurde. Im tiefblauen Ozean tummelten sich unzählige Surfer. Es war faszinierend, von oben zu beobachten, wie sie geduldig im Wasser auf die perfekte Dünung warteten, im richtigen Moment lospaddelten, sich elegant auf ihr Board schwangen und die Wellen ritten. Ein absolut magischer Ort, der für mich persönlich das landschaftliche Highlight dieses Küstenabschnitts war.







Der nächste Stopp folgte im unweit entfernten Arrifana. Hier ging es auf den Parkplätzen hoch über der Bucht bereits deutlich geschäftiger zu. Nach erfolgreicher Stellplatzsuche liess ich den Blick noch einmal über die steilen Klippen und die dortigen Surfschulen schweifen, die im schäumenden Wasser ihre Kreise zogen, bevor der Weg hinab an den weitläufigen Strand führte.
Der perfekte Moment am Ende der Welt: Cabo de São Vicente
Zum krönenden Abschluss des Tages stand ein absoluter Pflichttermin für jeden Algarve-Reisenden an: Die Fahrt zum Cabo de São Vicente bei Sagres, dem monumentalen Kap am südwestlichsten Punkt des europäischen Festlandes, um dort den Sonnenuntergang zu zelebrieren. Auf dem Weg dorthin legte ich noch einen kurzen Boxenstopp an einem Supermarkt ein, um mich mit kühlen Getränken und ein paar Snacks einzudecken.
Am Kap angekommen, präsentierte sich die Natur von ihrer absolut spektakulärsten Seite. Während die tiefstehende Sonne die mächtigen, senkrecht abfallenden Steilklippen nach und nach in ein intensives Meer aus warmen Orange- und Rottönen tauchte, genoss ich bei einem kühlen Bier und Chips die unendliche Weite des Atlantiks. Ein absolut perfekter, magischer Moment, bei dem die Zeit für einen Augenblick stillzustehen schien.







Nachdem die Sonne schliesslich effektvoll im glitzernden Meer versunken war, nutzte ich die einsetzende Dämmerung für einen kurzen Rundgang auf dem geschichtsträchtigen Gelände rund um den mächtigen Leuchtturm, bevor die Rückreise zum Campingplatz angetreten wurde. Zurück im gemütlichen Hugo zauberte ich mir zum Abendessen eine einfache, ehrliche Pasta mit Oliven und einen frischen Salat. Satt, glücklich und rundum zufrieden ging ein fantastischer Urlaubstag an der Algarve zu Ende.
Etappe: Ausflug mit dem Leihwagen: Lagos – Aljezur – Westküste – Sagres – Lagos (ca. 110 km im Mietwagen)


