Aus-&Umbau,  Unser Wohnmobil

Sicherheit

Vor dem Kauf unseres Hugos haben wir einige Recherchen im Internet gemacht. Hierbei kamen wir auch immer wieder am Thema „Sicherheit“ vorbei. Klar, so ein Reisemobil fühlt sich wie das eigene Zuhause an, ist aber auf Grund seines Leichtbaus auch immer wieder Ziel von nicht so netten Menschen. Je nach Typ und verwendeten Bauteilen gibt es verschiedene Schwachstellen. Nach einiger Recherche haben wir erkannt, dass es nicht wirklich möglich ist ein Wohnmobil in ein mobiles Fort Knox zu verwandeln. Aber es ist möglich, den Aufwand und das Entdeckungsrisiko für die bösen Menschen zu erhöhen – immer in der Hoffnung, sie verzichten dann auf einen Einbruch in unser Mobil.

Schwachstellen

Klassische Schwachstellen eines Reisemobils sind die Fenster, Dachluken, Türen und Klappen. Je nach Fahrgestell kommen darüber hinaus noch weitere Herausforderungen hinzu. Bei einigen Herstellern gibt es z.B. Möglichkeiten den Code der Fernbedienung auszulesen, oder die Türschlösser mittels eines spitzen Gegenstandes zu zerstören (dies scheint bei den Ford Transit-Fahrgestellen zum Glück nicht der Fall zu sein). Alles in allem dreht sich die Absicherung hauptsächlich darum, den Aufwand und die Dauer für einen Einbruch zu erhöhen und damt abzuschrecken.

Unsere Lösungen

HEOsafe an den Fahrerhaustüren

Um die Fahrerhaustüren sicherer zu machen hatte der Vorbesitzer bereits zusätzliche Riegelschlösser von HEOSafe installiert. Diese werden an der jeweiligen Tür am Türrahmen befestigt. Der Riegel des Schlosses fährt beim schliessen über die B-Säule und verhindert auf diese Weise ein Öffnen der Tür. Dies ist dann sinnvoll, wenn eine Einbrecher die Türschlösser knackt. Entsprechende Riegel gibt es als „normale“ und als abschliessbare Version. Aus unserer Sicht liegt der Vorteil bei den abschliessbaren Versionen darin, dass im Falle einer eingeschlagenen Seitenscheibe die Tür trotzdem nicht geöffnet werden kann, da ja der Riegel nicht ohne Schlüssel zu öffnen ist.

Zusatzriegel an der Aufbautür

Ausserdem hatte der Vorbesitzer auch schon einen Fiamma Einstiegshilfe-Bügel Security 31 verbaut. Dieser erfüllt gleich mehrere Funktionen. Zum einen kann man ihn eben als Griff beim Einstieg in den Aufbau nutzen. Darüber hinaus kann der Bügel bei verschlossener Türe über diese geklappt werden. Dadurch wird verhindert, dass sich die Türe während der Fahrt versehentlich öffnet. Gleichzeitig verdeckt der Riegel das Schloss der Tür und ist selbst auch abschliessbar. Da ein Einbrecher also erst mehrere Verschlüsse öffnen müsste, ist der Zeitbedarf an dieser Stelle grösser und unser Hugo eventuell weniger interessant.

THITRONIK-Alarmanlage mit Überwachung aller Öffnungen

Nach der Eingangs erwähnten Internetrecherche entschieden wir uns dafür, zusätzlich noch eine Alarmanlage von Thitronik zu installieren. Das angebotene modulare System bietet verschiedene Vorteile. Zum einen ist es verhältnismässig leicht zu interieren und kann eben modular ausgebaut und weiterentwickelt werden.

Das Hauptmodul lässt sich in den CAN-Bus interieren und damit über die normale Fahrzeugfernbedienung aktivieren und deaktivieren. Hierfür gibt es fahrzeugspezifische Ausführungen. Ausserdem werden die Türen des Fahrerhauses bereits über die CAN-Bus-Informationen überwacht.

Nach einiger Recherche im FordEtis-System und Rücksprache mit dem Hersteller hatten wir alle notwendigen Infos, um das Hauptmodul mit dem CAN-Bus zu verbinden. Hierfür brauchte es die meiste Zeit, da einige Verkleidungsteile zu demontieren waren und ein geeigneter Platz für das Modul gefunden und bereitet werden musste. Anschliessend haben wir jedes Fenster und jede Klappe mit dem Überwachungssensoren ausgestattet. Auf einen Gaswarner haben wir aktuell verzichtet.

Das schöne an diesem System ist auch, dass es beim Starten des Motors checkt, ob eine der überwachten Öffnungen nicht richtig geschlossen ist. Über eine entsprechenden Pieptonfolge wird man darauf aufmerksam und kann dies dann noch nachholen. Gleiches gilt beim Aktivieren der Alarmanlage.

Safe

Ausserdem haben wir noch einen Safe in einem der Schränke eingebaut und fest mit dem Aufbau verbunden. Wir wissen, dass dieser kein finaler Schutz ist und werden auch bei längeren Abwesenheiten vom Wohnmobil keine Wertsachen darin belassen. Aber z.B. über Nacht findet so alles seinen Platz. Hauptgrund den Safe einzubauen war für uns an der Stelle auch wieder, es dem möglichen Einbrecher schwer zu machen und den zeitlichen Aufwand so stark zu erhöhen, dass es eventuell keinen Sinn mehr macht.

Schutz der Fenster

Was uns nun noch fehlt, ist der Schutz der vorghängten Fenster. Hier haben wir schon einen entsprechenden Anbieter gefunden, mit dem wir aber noch klären müssen, welches Produkt für unsere speziellen Hobby-Designerfenster 🙂 in Frage kommt.

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