National Park,  USA

USA 2019 – Tag 6 – Aufenthalt im Yellowstone NP

Grand Prismatic Spring, Old Faithful, uvm.

Gegen 6 Uhr waren wir wach… Also zumindest war Chris schon richtig wach. Das Wohnmobil war, wie erwartet sehr ausgekühlt. Also startete Chris den Motor und fuhr uns vom Campground.

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Erst einmal ein bisschen aufheizen

Wir fanden eine tolle Parkbucht direkt am Yellowstone See. Dort starteten wir den Generator und die Heizung. Nach 20 Minuten war es dann ok und nach 40 kuschlig warm. Mit dem Blick auf den See, über dem die Nebelschwaden aufstiegen ging es in den Tag. Zum Frühstücken wollten wir aber ins Hayden Valley. Vielleicht würden wir ja noch etwas Wildlife sehen. 

Nachdem wir dort einen schönen Platz gefunden hatten, genossen wir unser Frühstück. In der Ferne sahen wir die Bisonherden, wie sie ins Tal wanderten. 

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Ein National Park mit so vielen Möglichkeiten

Von dort aus fuhren wir zum Norris-Geysir-Beckenund liefen den Rundkurs im Porcelain Basin. Dort sahen wir verschiedenen Geysire, heissen Quellen, Fumarolen usw.. Entlang des Holzsteges kann man dies alles sehen.

Wirklich faszinierend sind die ganzen farbigen Bakterienablagerungen. Sie strahlen in verschiedenen Farbtönen, je nachdem, welche Hitze an dem jeweiligen Ort vorherrscht. Wir haben davon schon einiges gelesen, aber wenn man es sieht, dann ist es extrem schön und faszinierend. 

Da es noch recht kühl war und auch leicht regnete, verzichteten darauf, den zweiten Rundkurs durch das Back Basin vollständig zu laufen. Wir gingen bis zum ersten Geysir und konnten dort direkt eine der Eruptionen erleben. Ausserdem sahen wir noch einen Pot, der in wunderschönen Blautönen schimmerte. 

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Grand Prismatic Spring (Pt. 1)

Etwas verfroren stiegen wir wieder in unseren Camper und fuhren in Richtung Grand Prismatic Spring. Auf dem Weg kamen wir an verschiedenen Geysirfeldern vorbei. Man sieht hier sofort, dass die gesamte Landschaft geothermischen Auswirkungen unterliegt. Ja, dass ist der Ritt auf dem Vulkan… 

Am Grand Prismatic Spring angekommen, brauchte es einen Moment, bis wir einen Parkplatz hatten. Auf dem Holzsteg wurden wir wirklich enttäuscht. Durch den Regen und die Kälte lag ein dichter Wasserdampfnebel über den Wasserflächen. Ausserdem ist es nahezu unmöglich die Schönheit dieser Location wahrzunehmen, wenn man sich auf Bodenhöhe befindet. Etwas oberhalb der Quelle sahen wir einen Overlook, den wir von dieser Stelle aus jedoch nicht erreichen konnten. Leicht frustriert und enttäuscht zogen wir erst einmal von dannen. 

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Old Faithful

Weiter ging unsere Fahrt zum berühmten Old Faithful. Dem bekanntesten Geysir. Auf dem Weg kamen wir an einem Parkplatz vorbei, von dem aus der Weg zum Overlook über die Grand Prismatic Spring vermutlich führte. Allerdings durften Wohnmobile dort nicht auf den Parkplatz und an der Strasse waren alle Plätze belegt. Also fuhren wir weiter. 

Beim Old Faithful war erwartungsgemäss viel los. Der Parkplatz ist jedoch so gross, dass wir nach einigem suchen auch einen Stellplatz fanden. Von dort aus liefen wir zur bekannten Lodge. Da der Geysir so vorhersehbar ist, gab es eine Angabe, wann er das nächste mal ausbricht. Bis dahin wärmten wir uns in der Lodge und beobachteten die Besucher.

Kurz vor dem Termin strömten alle Besucher nach draussen. Die Eruption war schon gewaltig, aber ehrlich gesagt auch nicht sooooo überragend, wie man vielleicht denkt (vielleicht lag dies auch an dem trüben Wetter oder den vielen tollen Naturschauspielen, die wir heute schon gesehen haben).

Pünktlich nach der Eruption setzte der Regen ein. Wir waren in diesem Moment schon in einer der Lodges und anschliessend im Souvenirshop (es gab ein paar wunderschöne Becher mit Yellowstonemotiven, die irgendwann in unserem Wohnmobil – was wir gern irgendwann kaufen wollen – zum Einsatz kommen sollen). Als wir zum Parkplatz zurück kamen, war dieser nahezu leer. Nur noch Wohnmobile waren zu sehen. So hatte der Regen und die Uhrzeit doch noch ihr gutes, sie haben den Park „leergespült“. 🙂

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Grand Prismatic Spring (Pt. 2)

Auf dem Rückweg zu unserm Campground passierten wir noch einmal den Parkplatz, bei dem wir den Zugang zum Grand Prismatic Spring Overlook vermuteten. Da jetzt nichts mehr los war, beschlossen wir doch einfach mit unserem Wohnmobil dort zu parkieren. Unser „Mut“ wurde belohnt. Nach etwa 10 Minuten Fußmarsch erreichten wir die Anhöhe über der Quelle und konnten einen deutlich besseren Blick erhalten. Dieser Punkt des National Parks ist wirklich wunderschön. 

Yellowstone National Park Grand Prismatic Spring

Zu guter letzt besuchten wir noch den Artists‘ Paintpot Trail. Hier sieht es wirklich ein bisschen wie im Malkasten eines Künstlers aus. 

Nachdem wir auf dem Campground angekommen waren (wir hatten übrigens schon untertags eingecheckt), genossen wir unser Nachtessen und gingen schlafen.

Übernachtung – Campground:

Madison Campground

Kosten: $28,92 (26,20 €)

Dieser Campground bietet ausschliesslich den Stellplatz. Leistungen wie Strom, Wasser, Sewer werden nicht angeboten. Im Yellowstone gibt es nur den Fishing Bridge Campground mit den Komfortmerkmalen (und dieser ist 2019/2020 auf Grund Bauarbeiten nicht verfügbar). 

Empfehlung: ★★★☆☆

Hier kann man gut übernachten 🙂 Der Platz ist schön und hat auch ein angenehmes Ambiente. Man steht zwischen Bäumen, so haben wir uns das vorgestellt.

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