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Stopp in Salamanca: Goldene Altstadt, Tapas und tierischer Besuch

Entschleunigung auf halber Strecke: Nach den intensiven Fahrtagen der letzten Zeit stand heute eine bewusst kurze Etappe auf dem Plan. Nur rund 200 Kilometer trennten den Stellplatz bei Burgos von der geschichtsträchtigen Universitätsstadt Salamanca. Dank dieser überschaubaren Distanz startete der Tag herrlich gemütlich und ohne jeglichen Zeitdruck. Das Tagesziel war perfekt vorbereitet: Ein strategisch genial gelegener Campingplatz, der eine direkte und unkomplizierte Busverbindung mitten in das Herz der historischen Altstadt bot.

Einchecken am Camping Regio und die Begrüssungskommission

Gegen 11:30 Uhr rollte Hugo bereits auf das Gelände der gewählten Unterkunft. Die weitläufige Anlage besteht aus einem Hotelkomplex und dem direkt angeschlossenen „Camping Regio“. Für absolut faire 21,60 Euro pro Nacht bekommt man hier geräumige Parzellen inklusive Stromanschluss und Zugang zu den ordentlichen, sauberen Sanitäranlagen.

Da der November vor der Tür stand und die Nebensaison spürbar eingesetzt hatte, war die Auswahl an freien Plätzen riesig. Nach einer kleinen Erkunden-Runde war die perfekte Parzelle schnell gefunden und der Camper stabil ausgerichtet. Kaum standen die Anschlüsse, tauchte auch schon eine zuckersüsse Begrüssungskommission auf: Zwei kleine, neugierige Kätzchen machten es sich in den wärmenden Sonnenstrahlen direkt vor Hugos Aufbautür gemütlich und mauzten mich erwartungsvoll an. Nach einer unterhaltsamen Beobachtungspause, in der die beiden ausgelassen herumtollten, machte ich mich auf den Weg in die Stadt.

Das Wetter meinte es gut, die Sonne strahlte vom blauen Himmel und es war angenehm warm. Einzig ein spürbar kühler Wind wehte durch die Strassen – was mich im jugendlichen Leichtsinn jedoch nicht davon abhielt, in kurzer Hose und T-Shirt (samt einer wärmenden Notfallweste im Rucksack) loszumarschieren.

Weltkulturerbe auf Schritt und Tritt: Erkundung der Altstadt

Die Logistik vor Ort funktionierte tadellos: Der Linienbus verkehrte im stündlichen Rhythmus, sodass die Fahrt in Richtung Zentrum pünktlich um 12:30 Uhr startete. Nach einer entspannten, 20-minütigen Fahrt war die wunderschöne City erreicht. Salamanca entpuppte sich sofort als der absolute Traum für einen Zwischenstopp: Kompakt, überschaubar, geprägt von einer atemberaubenden Architektur aus goldenem Sandstein und vollgepackt mit einladenden Tapas-Bars.

Tapas-Glück mit arrogantem Service

Nach dem ausgiebigen Kulturprogramm meldete sich der Hunger, und ich steuerte ein kleines, einladendes Restaurant an, um mir ein paar typisch spanische Tapas zu gönnen. Die Wahl auf dem Teller war ein absoluter Volltreffer: Knusprige Schinkenkroketten (Croquetas de Jamón), saftige Miniburger und die obligatorischen Patatas Bravas mit ihrer würzigen Sauce landeten auf dem Tisch. Dazu gab es ein eiskaltes, erfrischendes Bierchen (Caña). Das Essen war handwerklich hervorragend und unheimlich lecker – lediglich der Kellner trübte das Erlebnis ein wenig, da er seine Arbeit mit einer sehr gewöhnungsbedürftigen, fast schon arroganten Unfreundlichkeit verrichtete.

Nach dem Essen nutzte ich die Zeit für einen letzten Spaziergang durch die Einkaufsstrassen, um ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Mit dem nahenden Sonnenuntergang machte sich die Kälte des kastilischen Hochlands jedoch schlagartig bemerkbar. Die Temperaturen rasselten in den Keller, sodass ich zügig den Bus zurück zum Campingplatz ansteuerte.

Ein tierischer Ausklang und spontane Pläne für Porto

Zurück im gemütlichen Hugo stand erst einmal Aufwärmen auf dem Programm. Bei einer heißen Tasse Kaffee ging es an die detaillierte Routenplanung für die kommenden Tage. Das Reisefieber schlug voll zu, und es wurde eine äusserst spontane Entscheidung getroffen: Morgen geht es direkt weiter über die Grenze nach Portugal mit dem Ziel Porto!

Zum Abendessen steuerte ich das hauseigene Restaurant direkt auf dem Campingplatz an. Die gastronomische Auswahl war hier im Vergleich zur Stadt allerdings sehr überschaubar und bestand unverkennbar zum Grossteil aus einfacher Tiefkühlware. Das absolute Highlight des Abends fand daher auch eher auf dem Weg statt: Die beiden kleinen Kätzchen vom Nachmittag lauerten mir bereits auf, begleiteten mich treu auf Schritt und Tritt zum Restaurant und zurück und zeigten sich am Ende als extrem dankbare Abnehmer für die übrig gebliebenen Reste des Abendessens. Vollkommen zufrieden und mit dem Gedanken an das morgige Portugal-Abenteuer ging es schliesslich ins warme Bett.

Etappe: Burgos – Valladolid – Salamanca (ca. 240 km im Wohnmobil)

Übernachtung – Campground:

Campingplatz „Camping Regio

21,60 € für 1 Nacht

Dieser Campingplatz in der Nähe von Salamanca liegt wirklich günstig, wenn man die Stadt besuchen will. Mit dem Bus, der direkt vor dem Campingplatz hält, ist man in 20 Minuten in der Stadt. Der Platz verfügt über grosszügige Parzellen, mit Stromanschluss. Die Sanitäranlagen sind hell und sauber. Im angeschlossenen Hotel gibt es ein Restaurant. Ausserdem hat der Platz selber auch noch ein eigenes Restaurant.

Website des Betreibers 

Empfehlung: ★★★★☆

Ich würde hier wieder übernachten. Lage und Leistungen sind gut.

Stippvisite in Bordeaux und Biarritz: Über die spanische Grenze nach Burgos
Stippvisite in Porto: Pastéis de Nata, Portweinkeller und ein uriges Sprachgewirr

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